Hypnotherapie bei Zwängen

 

  Referent: Termin: Teilnahmegebühr:
Birgit Hilse
Dipl. Psych.

28.02.-29.02.2020
Fr 14 - Sa 16
Rottweil

 

€ 290,-
€ 270,- für MEG-Mitglieder

 

 

 

 

 

Im hypnotherapeutischen Feld haben sich nach unserem Wissen Kris Klajs aus Polen und Birgit Hilse von der MEG-München maßgebliche Konzepte für die Therapie von Zwängen entwickelt. Beide sind in unserem Institutsprogramm. Dipl.Psych. Birgit Hilse, Co-Leitung der MEG in München mit Burkhard Peter und MEG-Vorstandsmitglied schreibt zu ihrem Workshop:

In der Phänomenologie unterscheiden sich Zwangssymptome nicht wesentlich von hypnotischen Trancephänomenen. In beiden Fällen wird über Aufmerksamkeitsfokussierung ein Trancezustand erzeugt, der sich durch Unwillkürlichkeit und Evidenz (Wirklichkeitserleben) auszeichnet. Im Falle der Zwänge spricht man von einer Problem Trance, in der meist kein kommunikativer Zugang zu dem Symptom besteht. In der Hypnotherapie geht es dann im Wesentlichen um eine De-Hypnose und Veränderung der Problem-Trance in eine Lösungs-Trance. Der Zustand der Nicht-Kommunizierbarkeit wird aufgelöst. Es wird versucht, wieder in Kontakt mit dem Symptom zu kommen, seine Botschaft zu verstehen und sich bestenfalls mit ihm zu "verständigen". In besonderer Weise lässt sich hier die Hypnose auch mit Achtsamkeit kombinieren. Primär geht es in der hypnotherapeutischen Arbeit nicht darum, störendes oder dysfunktionales Verhalten zu eliminieren, sondern Symptome werden als Ressourcen genutzt und Kompetenzen (re)aktiviert. Im Workshop werden Möglichkeiten von hypnotherapeutischen Interventionen in Ergänzung und Kombination mit Achtsamkeitsübungen dargestellt, in der praktischen Arbeit demonstriert und mit den TeilnehmerInnen geübt. Dabei werden folgende Techniken und Ansätze vorgestellt:

  • Dehypnose – Von der Problemtrance zur Lösungstrance
  • Exploration in Trance, wenn dem Zwang nachgegeben wird (Entschlüsselung der Sprache und Funktion des Symptoms)
  • Utilisation von Symptomen und Nutzung veränderter Perspektive
  • Symbolisierung des Zwangs, Distanzierung - Integration des Symptoms
  • Selbsthypnose zur Selbstberuhigung und Ich-Stärkung
  • Achtsamkeitsübungen
  • Problemlösen durch Zeitprogression, Aufbau von alternativem Verhalten
  • Reaktivieren und Kopieren von Ressourcen
  • Reizexposition nach dem Modell der Subjektkonstituierung (in Anlehnung an Hoffmann & Hofmann)
  • Arbeit mit der Vergangenheit zur Bearbeitung zugrundeliegender Ursachen (Altersregression)
  • Aufbau einer neuen Identität „ohne Zwänge“ (Zukunftsprogression)
  • Spezifische Metaphern und Geschichten zum Thema 

Hier geht's zum Anmeldeformular...

Seminarzeiten:
Fr 14 - 21 Uhr
Sa 9 - 16 Uhr

 

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.